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Harz-Gebirgslauf in Wernigerode
Als Flachland – Läufer wollten wir, Olaf und Ich, am 10. Oktober 2009 gleich eine Woche nach unserem Bremen Halbmarathon und noch vor unserem New York Marathon mal was Neues ausprobieren! Wir nahmen am Harz-Gebirgslauf teil. Wir ahnten, unser Coach Fränki hält uns für verrückt! Tage vorher haben wir uns im Internet immer wieder über das Wetter am Brocken bzw. in Wernigerode erkundigt. Die Vorhersagen sahen nicht allzu rosig aus. Doch als am 10.10. um 10 Uhr der Startschuss am Waldrand von Wernigerode zum Brocken Halb-Marathon! (Ganz genau waren es 22,4 km!) fiel, hatten wir Glück, trocken und 10 Grad. Optimales Laufwetter! Da wir als Berge-Greenhorn nicht wussten was für eine Strecke auf uns zukam, waren wir am Start doch leicht nervös, und starteten bei ca. 1000 Läufern,- innen im hinteren Mittelfeld. Gleich am Anfang ging es schon heftig bergauf. (zumindest für unser Empfinden!) Der Untergrund war ein gut befestigter Wald ,- Forstweg. Bei km 3 hatten wir uns an das Auf und Ab im Gelände doch recht schnell gewöhnt, und überholten doch auch schon einige Läufer. Bei km 5 war das Läuferfeld doch schon recht entzerrt, und man konnte gut laufen. Kurz vor km 9 gab es die 1. Verpflegungsstelle. Es gab Wasser, Isostar und Schleim. (Jupp, Schleim! Flüssiger Haferschleim! Äußerst Gewöhnungsbedürftig!!!) Dann ging es los, richtig heftig den Berg rauf. Nun wurde uns die 12 wöchige Marathon bzw. Halbmarathon Vorbereitung konditionell zum Vorteil. Langsam, aber Stück für Stück liefen wir die nächsten ca. 4 km den “mördermäßigen“ Berg hinauf. Hatten wir am Anfang des Laufes noch Angst, wir wären nicht warm genug angezogen, in diesem Moment hätten wir alles ausziehen können! Den ersten Läufer gingen hier die Puste aus, und mussten gehen. Als sich bei km 13 ein paar „Ureinwohnerläufer“ abklatschten, wussten wir, das schlimmste liegt hinter uns. Noch ´n schmaler Weg mit seitlich starkem Abhang, und das bei meiner Höhenangst. Doch nun ging es, bis auf wenige Ausnahmen nur noch Bergab. Bei km 17 noch ein wenig Schleim nachtanken,(würg – Schluck, nein das wird nicht mein Lieblingsgetränk!) und weiter ging es. So steil wie es vor einer halben Stund Bergauf ging, so steil ging es nun Bergab. Mein Gott, was haben wir für „Fahrt“ aufgenommen. Schätzungsweise ´n 4er Schnitt!?!? Als uns die ersten Zuschauer begeistert empfingen, wussten wir, wir haben es geschafft! Noch ein paar Meter und wir liefen jubelnd durchs Ziel. Mit Platz 352 und 353 und einer Zeit von 2:05 waren wir auch noch besser als erhofft! Und wir Beide waren uns einig, dass war nicht unser letzter Berglauf! |